„Ich liebe das Originale!“

5. Januar 2015

meint die Bauherrin … und Sie? – Überzeugen Sie sich selbst – die Fotos kommen von Christian Schramm

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Und für unsere Mitarbeit am Projekt wurde uns nach Fertigstellung folgende Urkunde überreicht:

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Recyclingquote 50% – Wie hoch ist der Anteil recycelter Baustoffe in Ihrem Wohngebäude?

11. September 2014

salbachstrasse.jpgDas enkeltaugliche Wohnprojekt in der Harder Salbachstrasse geht in die nächste Runde: Nach Erteilung der Baubewilligung werden nun in der Ausführungsplanung die Bauteilaufbauten ökologisch optimiert. Dabei werden Baustoffe ausgeschieden, die entweder einen zu hohen Primärenergieeinsatz oder atmosphärisches Versauerungspotential aufweisen bzw große CO2 Emissionen während des Herstellungsprozesses produzieren. Dieser Planungsschritt setzt sich zum Ziel den Ökoindex zu minimieren und somit die ökologische Verträglichkeit des Bauwerks zu erhöhen. Aus diesem Ansatz resultiert auch die Vermeidung bituminöser Abdichtungen im gesamten Gebäude. Die erdberührte Bodenplatte wird im System „Braune Wanne“ abgedichtet, das Gründach mitttels PVC-freien Kunststoffabdichtungen.

Weiters wird in der Ausführungsplanung Wert gelegt, dass Baustoffe zum Einsatz kommen, die aus der Altstoffverwertung kommen: Also Dämmstoffe aus Altpapier, Glasschaumgranulat aus der Glasverwertung, Recyclingbeton oder auch Ziegelsplitt für die Fußbodenaufbauten. Dadurch ergibt sich bei der Wohnhausanlage eine Recyclingquote aller verbauten Baustoffe von knapp über 50% des neu errichteten Zubaus!

Natürlich ist ein Argument gegen Neues Bauen auch die Problematik der zunehmenden Versiegelung: Im vorliegenden Projekt wird die verbaute Grünfläche durch Gründächer im Obergeschoß sowie im Dachgeschoß kompensiert. Die Gegenüberstellung der versiegelten Flächen auf dem Grundstück mit der bestehenden Bebauung im Vergleich zur neuen ergänzten Bebauung verhält sich bilanzneutral.

50er Jahre Wohnen

10. Juli 2014

so sieht das Gebäude aus den späten 50er Jahren vor der Sanierung aus …fassadenansicht-dr-josef-haeuslestrasse-klein.jpg

und so wird es auch wieder nach der Sanierung aussehen! Mit deutlich angehobenem Wohnkomfort, zeitgemäßer Haustechnik und Wärmebedarf, alten Massivparkett und vielem Mehr. Schauen Sie doch wieder mal vorbei, wenn die Fotos da sind …

Wohnen mit Ohne

3. Februar 2014

Die Fassade der Wohngemeinschaft einer karitativen Einrichtung in Vandans leidet unter chronischer Tristesse – verursacht durch akutem Farbmangel.

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Darüberhinaus fehlen dem Bestandsobjekt zusätzliche Raumreserven für einen Arbeitsraum und Freizeiteinrichtungen. Dieser Bonusraum wird nun mittelfristig mit Containern abgedeckt.

Wo die Container situiert werden?

Sehen Sie die gelben Farbflächen in der Mitte der Fassade? – Genau dort!

Pfarrer Dr Josef Häusle …

3. Februar 2014

… ist Namensgeber einer Strasse in der sogenanten „Professorensiedlung“ in Feldkirch Tisis. Dort wurde in den späten 1950er Jahren von der VOGEWOSI mit Doppelwohnhäusern das Gebiet westlich des Landeskrankenhauses besiedelt. Einzelne der Gebäude wurden bereits durch mehr oder weniger gelungenen Sanierungen in unsere Zeit „herübergeholt“ – jedoch nicht das Haus Nummer 15. Hier scheint die Zeit s.t.e.h.e.n. geblieben zu sein. Das Gebäude von dem ich spreche gehört nun diesem Herrn und seiner Familie …

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… und wird in naher Zukunft vom Büro für Architektur und Umweltgestaltung fach- und stilgerecht saniert.

Nachverdichtung, Ökologie und das eigene Wohnheim

4. Dezember 2013

Mit den richtigen Bauherren geht so manches, was vielen verwehrt bleibt: Leben in Gemeinschaft.

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Eine Harder Familie zeigt vor, wie sinnvolle Nachverdichtung in den zersiedelten Rheintalgemeinden aussehen kann: Das Einfamilienhaus der ursprünglich fünfköpfigen Familie wird bis auf das Erdgeschoß zurückgebaut und mit einer neuen Erschließung und mit drei zusätzlichen Wohneinheiten erweitert. Aus diesem massiven Kern entsteht nun eine kompakte innerfamiliäre Wohnanlage mit zahlreichen Gemeinschaftsräumen und einer Dachterrasse mit Nutzgarten. Sollte eine Erweiterung des Baukörpers erforderlich werden – das benachbarte Grundstück befindet sich ebenfalls in Familienbesitz – können die L-förmigen Baukörper modular verlängert werden.

Um eine weitgehende Flexibilität in der Nutzung zu gewährleisten werden die Einheiten stützenfrei und mit großen Raumhöhen ausgeführt,  alle Einheiten können vertikal und horizontal abgetrennt bzw kombiniert werden.

In der Planung werden derzeit sämtliche Bauteilaufbauten hinsichtlich Einsparungspotentiale durchleuchtet und ein hoher Eigenleistungsanteil berücksichtigt. Dies bedeutet maximale Einfachheit und größtmögliche Reduktion von Baustoffen. Heizkörper anstatt Flächenheizsysteme, Aufputz- anstatt Hohlrauminstallationen. Diese Einsparungen werden auf direktem Wege in hochwertige ökologische Baustoffe investiert.

Sanierung vs Neubau – Vergleichsstudie Ökoindex 3

4. Oktober 2013

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Eine der am häufigsten gestellten Fragen in meinem Bekanntenkreis aber auch von interessierten Laien lautet: „Wie hochwertig soll eine thermische Sanierung bei einem alten Gebäude erfolgen?“

Hmmmh, ehrlich gesagt konnte ich diese Frage bisher weder objektiv beantworten noch durch bauphysikalische Berechnungen beurteilen. Ist es energietechnisch und ökologisch verträglicher ein altes Gebäude nur teilzusanieren, eine kürzere Lebensdauer anzusetzen und nach erfolgtem Abbau durch einen Neubau zu ersetzen? Rechtfertigen die Einsparungen im Betrieb eines Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus die technisch aufwendige und teure Komplettsanierung? Oder ist die sinnvollste Variante den Altbau gleich wegzuschieben und ein hochwertig ausgestattetes Passivhaus auf die grüne Wiese zu setzen?

Seitdem vom Institut für Baubiologie www.ibo.at ein Berechnungsmodell (Eco2Soft Ökoindex 3) für den Lebenszyklus eines Gebäudes entwickelt wurde, kann nun eine Gesamtbilanz des Energieverbrauchs sowohl bei der Herstellung eines Gebäudes als auch in der Betriebsphase berechnet werden und über den gesamten Lebenszyklus dargestellt werden.

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Das Sanierungsprojekt „Auf der Matte“ in Bregenz wurde als Referenzmodell herangezogen um verschiedene Sanierungsvarianten in einem Betrachtungszeitraum von 90 Jahren zu untersuchen. Die erste Variante stellt den unveränderten Bauzustand aus dem Jahre 1926 dar, der durch hohe Wärmeverluste gekennzeichnet ist aber keinen Energieverbrauch durch Sanierungsmaßnahmen aufweist.

Die zweite Variante umfasst eine thermische Sanierung mit Fenstertausch und Dämmung der obersten und untersten Geschoßdecke.

Die dritte Variante sieht eine Komplettsanierung vor, welche die gesamte thermische Gebäudehülle und das wärmeaufbereitende Haustechniksystem beinhaltet. Diese einzelnen Varianten werden abschließend mit dem Ökoindex eines Neubaus verglichen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten basieren die Sanierungsmodelle auf folgenden Grundlagen: Dem Energieverbrauch des Gebäudes in der Betriebsphase liegt der jeweils errechnete Heizwärmebedarf zugrunde, der Strombedarf entspricht einer Haushaltsgröße von vier Personen. Je nach Sanierungsgrad wird dem Bestandsgebäude eine Restnutzungsdauer hinterlegt, nach Ablauf dieser Restnutzung wird der Altbestand durch einen Neubau ersetzt.

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Auf Basis dieses Berechnungsmodells und der Studienergebnisse können nun die ökologische Bewertung der Sanierungsmaßnahmen nicht nur für die Herstellung sondern auch über den gesamten Lebenszyklus geplant und optimiert werden.

Sanierung eines Dornbirner Backsteingebäudes

6. Juni 2013

Ein vielseitig genutztes Backsteingebäude aus den späten 1870er Jahren wird behutsam und vorsichtig aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

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Das als Dreiseithof angeordnete denkmalgeschützte Objekt im Rheintal wurde nicht nur als Vieh- und Pferdestall genutzt sondern in weiterer Folge auch als Wagenremise und im ersten OG als Bedienstetenwohnung. Nachdem einzelne bauliche Veränderungen die Verschlechterung der historischen Substanz verursachten wird nun eine umfassende konservatorischen Sanierung vorbereitet um den Bestand für die kommenden Jahrzehnte zu erhalten.

In einem zweiten Schritt werden verschiedene Ausbauvarianten für eine zeitgemäße Wohnnutzung als auch für eine gewerbliche Nutzung untersucht, welche mit der bestehenden Bausubstanz in konstruktiver und bauphysikalischer Hinsicht in Einklang zu bringen sind. Durch die verschiedensten Schadensbilder, die der Bau aufweist ist die Bauteiluntersuchung äußerst komplex – in die Analyse sind Versuchsanstalten aus ganz Österreich eingebunden um die richtigen Schlüsse für einen möglichen Ausbau zu ziehen.

Anerkennungspreis WB S1 – Spange Flugfeld Aspern

2. Dezember 2012

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Das gemeinsam mit Valerie Keiper-Knorr und dem ZT-Büro Lindlbauer (Wien) entwickelte Wettbewerbsprojekt wurde mit einem Anerkennungspreis gewürdigt. Die Reduktion der neuen Erschließungsachse auf drei gegensätzliche räumliche Konstruktionen setzt ein mutiges Zeichen in der flachen Topografie zwischen dem Marchfeld und der östlichen Wiener Siedlungsgrenze. Hochstämmige Wald-Kiefern entlang der Mittelachse der Trasse bilden dabei das Leitelement des Fahrbahnraums welche auch bei den Anschlußstellen den Marchfelder Landschaftstypus der verholzten Sandinsel darstellen.

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Die prägnanten Lärmschutzeinrichtungen auf beiden Seiten der Trasse werden nordeitig mit Lärmschutzwällen und Erdböschungen errichtet, südseitig entlang der begleitenden ÖBB Trasse mit geneigten Lärmschutzwänden und eingefärbten Schaumabsorbern.

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Einfaches Bauen – Damals und Heute

17. August 2012

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Die heute vielfach strapazierte Begriff des „nachhaltigen“ Bauens wird angesichts der historischen Bauweise in vielfacher Weise konterkariert. Alle Materialien des Gebäudes aus dem Jahre 1925, die während der Abbrucharbeiten entfernt wurden sind auf drei Baustoffe zu reduzieren: Holz und Holzwerkstoffplatten, Hohlblocksteine aus Beton sowie Kalkzementputz. Die nun gestarteten Instandsetzungsarbeiten knüpfen an diese Bauweise an: Holzbalkendecken mit mineralischer Wärmedämmung, diffusionsoffene Holzwerkstoffplatten anstatt Folien und Dampfsperren, Holzfenster mit einfacher Isolierverglasung und Ventilationsbeschichtung. Der Innenausbau erfolgt mit einem Trockenestrich und einem massiven Eichenparkett, Linoleum und Leichtbetonplatten werden in den Nassräumen als Wand- und Bodenbeläge eingesetzt. Die Heizkörper und die Gastherme werden belassen, für eine zweite Ausbaustufe werden bereits jetzt die Leerverrohrungen für Wandheizungsflächen vorbereitet.

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