Smart & Smooth – Neue Schlingen für Linzer Autobahnen

Ein Wettbewerb zur Sanierung der Freilandabschnitte, Brückenobjekte und Beleuchtung der A1 – A7 – A26 im Großraum Linz

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Aspekte der Ökologie und des Fahrkomforts sind ausschlaggebend für unsere Gestaltungsvorschläge zur Sanierung der Autobahnabschnitte im Großraum Linz. Analog zum Nachhaltigkeitsdenken beim Rückbau der Wildbach- und Gewässerverbauung in unserer Kulturlandschaft plädieren wir für eine Renaturierung von Verkehrsräumen. Lärmschutzwälle mit bewehrter Erde und standortspezifischer Anspritzbegrünung werden als landschaftprägendes technisches Bauwerk etabliert. Verlaufende und fließende Übergänge zu anderen trassenbegleitenden funktionalen und technischen Einrichtungen können in Kombination mit einem Lärmschutzkörper aus eingefärbtem Recycling-Monobeton bewerkstelligt werden.

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An landschaftlich exponierten Stellen (Hoch- und Orientierungspunkteunkte) sowie auf Durchlässen und Brücken werden transparente Lärmschutzelemente eingesetzt. Diese sind ebenfalls 4:1 geneigt und folgen der Geometrie des Lärmschutzkörpers bzw des Lärmschutzdammes. Die Unterkonstruktion gründet auf dem bewährten System aus verzinkten HE-A 160 Stehern – diese werden als Pfosten/Riegelkonstruktion konventionell auf die Durchlässe bzw Brückenrandbalken verbaut, Acrylglas mit Vogelschutzstreifen werden dreiseitig in die Unterkonstruktion eingespannt.

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Opake Lärmschutzwände mit sandfarbenen Schaumabsorbern bilden die optische Verlängerung der Monokorn-Betonwälle. Die Rückseite der Alukassetten sind mit einer spektralbeschichteten Verblechung versehen. Diese Beschichtung reflektiert das Sonnenlicht je nach Einfallswinkel in unterschiedlichen Wellenlängen und bewirkt Farbverläufe über das gesamte Farbspektrum. Die Wahrnehmung von Landschaftselementen pendelt zwischen Nah- und Fernwirkung – mit dieser Maßnahme wird die Fernwirkung der zahlreichen Lärmschutzwände als zusammenhängende bauliche Struktur im städtischen und landschaftlichen Gefüge definiert.

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Keine Bäume sondern Wiesen prägen die Inselflächen zwischen den einzelnen Richtungsfahrbahnen, die in einer noch festzulegenden Fruchtfolge je nach Bodenbeschaffenheit als Blattfruchtwiesen (Raps) bzw Halmfruchtwiesen (Weisser & brauner Senf, Sonnenblumen) etabliert werden und den heimischen Insekten als Nahrungsgrundlage dienen.

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Entsprechend der verlaufenden und geschwungenen Formgebung im gesamten Gestaltungskonzept wurde eine skalierbare Mastleuchte entwickelt, deren Geometrie und Lichttechnik den verschiedenen Fahrbahnverhältnissen angepasst werden kann. Je nach Erfordernis kann die Masthöhe und die Anzahl der LED-Module an die gewünschten Rahmenbedingungen angepasst werden. Dieses Beleuchtungssystem garantiert somit verlaufende Belichtungsübergänge von 2- auf 3-streifige Fahrbahnen, Fahrbahnverengungen, Brücken oder die Anfahrt auf Tunnelportale.

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