Recyclingquote 50% – Wie hoch ist der Anteil recycelter Baustoffe in Ihrem Wohngebäude?

salbachstrasse.jpgDas enkeltaugliche Wohnprojekt in der Harder Salbachstrasse geht in die nächste Runde: Nach Erteilung der Baubewilligung werden nun in der Ausführungsplanung die Bauteilaufbauten ökologisch optimiert. Dabei werden Baustoffe ausgeschieden, die entweder einen zu hohen Primärenergieeinsatz oder atmosphärisches Versauerungspotential aufweisen bzw große CO2 Emissionen während des Herstellungsprozesses produzieren. Dieser Planungsschritt setzt sich zum Ziel den Ökoindex zu minimieren und somit die ökologische Verträglichkeit des Bauwerks zu erhöhen. Aus diesem Ansatz resultiert auch die Vermeidung bituminöser Abdichtungen im gesamten Gebäude. Die erdberührte Bodenplatte wird im System „Braune Wanne“ abgedichtet, das Gründach mitttels PVC-freien Kunststoffabdichtungen.

Weiters wird in der Ausführungsplanung Wert gelegt, dass Baustoffe zum Einsatz kommen, die aus der Altstoffverwertung kommen: Also Dämmstoffe aus Altpapier, Glasschaumgranulat aus der Glasverwertung, Recyclingbeton oder auch Ziegelsplitt für die Fußbodenaufbauten. Dadurch ergibt sich bei der Wohnhausanlage eine Recyclingquote aller verbauten Baustoffe von knapp über 50% des neu errichteten Zubaus!

Natürlich ist ein Argument gegen Neues Bauen auch die Problematik der zunehmenden Versiegelung: Im vorliegenden Projekt wird die verbaute Grünfläche durch Gründächer im Obergeschoß sowie im Dachgeschoß kompensiert. Die Gegenüberstellung der versiegelten Flächen auf dem Grundstück mit der bestehenden Bebauung im Vergleich zur neuen ergänzten Bebauung verhält sich bilanzneutral.

Einen Kommentar schreiben