S7 Lärmschutz

Mit der Landschaft arbeiten oder gegen die Landschaft arbeiten. Die derzeitige Planungskultur bei der Errichtung von Lärmschutzwänden favorisiert eher zweiteres. Anstatt mit der Landschaft Beziehungen herzustellen wird in gegenwärtigen Planungs- und Bauprozessen die Landschaft ausgeblendet und dadurch die Orientierung für den Verkehrsteilnehmer unterbunden. In weiterer Konsequenz leidet die Verkehrssicherheit aufgrund des Tunneleffekts weil Orientierungspunkte neben dem unmitelbaren Fahrbahnrand fehlen.

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Außenansicht der transparenten Lärmschutzwand (Ausschnitt) im Bereich des Kreisverkehrs – Anschlußstelle Speltenbach

Unter “Mit der Landschaft” arbeiten verstehen die Autoren eine bewusste Blickführung und Inszenierung der durchquerten Landschaft mittels transparenter Lärmschutzwände und subtiler grafischer Mittel. Analog zur Linienstruktur der integrierten Vogelschutzfäden wird parallel dazu eine dynamische Linienstruktur als Digitaldruck angelegt. Diese Schichten aus satinierten vertikalen Streifen zerfließen bei der Bewegung als Verkehrsteilnehmer zu wellenartig verlaufenden transparenten und weniger transparenten Blickfeldern und ermöglichen dadurch inszenierte Blickachsen in die dahinterliegende Landschaft des Lafnitztales.

Nach einer Analyse der jeweiligen Landschafts- und Horizontabschnitte wird ein spezifisches grafisches Muster als digitale Vorlagendatei erarbeitet und im Digitaldruck auf die Acrylglasscheibe aufgebracht.

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Ausbildung wellenförmiger Blickfelder nach Horizont- und Landschaftsanalyse

>>> S7_Lärmschutz transparent

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