Musik und Architektur – der Begiff der Architektur in der Populärmusik

Dienstag, den 18. November 2008

Radiosendereihe Die schönen ArchitektInnen vom 04. November 2008 (Radio Orange 94.0)

Wer im Jahr 2008 eine Radiosendung zum Thema Musik und Architektur gestalten möchte, beginnt seine Reise an den Ursprüngen der mittelalterlichen Geschichte: Beides Ausdrucksformen des Glaubens und eingebettet in der Liturgie der römisch katholischen Kirche – unmittelbar zusammenhängend und zusammenwirkend. Die Komposition von beidem – Musik und Architektur – war nach den Gesetzmäßigkeiten harmonischer Teilungen und Proportionen aufgebaut und diente dem Gebet, der Kontemplation sowie der Lobpreisung und dem Gottesdienst.
Betrachtet man diese beiden Kulturphänomene aus der Sicht des Zeitgenossen, so sind diese Analogien im Ausdruck und der Perzeption verschwunden. Der Entstehungsprozess jedoch von Musik und Architektur weist – wie in anderen in Kreativberufen – zahlreiche Berührungspunkte und Ähnlichkeiten auf und erstaunlicherweise gibt es bei tiefergehender Recherche nicht nur einige Songtitel und -themen mit „architektonischem“ Hintergrund sondern auch Musikgruppen und Bands mit unmittelbar architektonisch abgeleiteten Namen. Abschließend soll auch erwähnt bleiben, dass auch Architektur selbst imstande ist Musik zu generieren …

Song/Titelliste:
„So long, Frank Lloyd Wright“, Simon & Garfunkel (Album: Bridge over troubled Water – 1980)
„The Frankfurt Kitchen“, Robert Rotifer (Album: Coach Number 12 of 11 – 2007)
„Architecture and Morality“, orchestral Manoevres in the dark – O.M.D. (Single 1981)
„Heart it Races“,  Architecture in Helsinki (Album: Architecture in Helsinki – 2007)
„Schönheit“, Die Einstürzenden Neubauten
„Singing, Ringing Tree“, Landschaftsskulptur von Ned Kahn

Architektur und Orientierungssysteme

Montag, den 10. März 2008

Radiosendereihe Die schönen ArchitektInnen vom 04. März 2008 (Radio Orange 94.0)

Gelungene Architektur zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass eine einfache und übersichtliche Orientierung innerhalb eines Gebäudekomplexes ermöglicht wird. Dieser Umstand kommt natürlich im öffentlichen Bau zum Tragen, spielt jedoch auch in spezielleren Bauaufgaben eine Rolle, unter anderem wenn Firmen eine übergeordnete Erscheinung als corperate identity in die Architektur integrieren möchten. Je komplexer die baulichen Aufgabenstellungen desto höher die Anforderungen an die Orientierungs- und Leitsysteme. Je höher die Verkehrs- bzw Nutzerfrequenz von Räumen desto höher der Abstraktionsgrad von Hinweiszeichen und Beschilderung. Gibt es in diesem Szenario eigentlich kreativen Spielraum um dem Drang der heutigen Zeit nach größtmöglicher Standardisierung zu entkommen?

Studiogast: Dieter Mayer (STRUKTIV e.U.)

Ich konsumiere, also bin ich. Der Architekt im Urban Entertainment Center

Freitag, den 4. Januar 2008

Radiosendereihe Die schönen ArchitektInnen vom 04. Dezember 2007 (Radio Orange 94.0)

Die Geschichte der Einkaufszentren ist gleichzeitig eine Geschichte über den öffentlichen Raum. Wie die Entwicklung der mittelalterlichen Arkaden und Gassenmärkte zu den heutigen Shoppingmalls und Conceptstores führte und dabei immer präsenter im öffentlichen Raum werden. Wie dabei immer differenziertere Verkaufskonzepte entwickelt werden machen Shoparchitektur zu einem aktuellen Thema zeitgenössischer Architektur.

Studiogast: Christian Politsch (BEHF)

Wiener Manifest der Mobiltät

Freitag, den 4. Januar 2008

Radiosendereihe Die schönen ArchitektInnen vom 05. Juni 2007 (Radio Orange 94.0)

Ausgehend von der meistbefahrenen Autobahn Österreichs – der SüdOstTangente im Süden Wiens – bearbeitete eine junge Gruppe von ehemaligen TU-Diplomanden das urbane Feld entlang der SOT und greift mögliche Potentiale und Strategien für einen Umgang mit Hauptverkehrsachsen auf. Das auf diesem Weg entstandene Manifest der Wiener Mobilität ist Gegenstand des Studiogesprächs.

Studiogast: Markus Zilker

Sinn und Unsinn von Linzer Wettbewerben

Freitag, den 4. Januar 2008

Radiosendereihe Die schönen ArchitektInnen vom 07. Februar 2006 (Radio Orange 94.0)

Linz rüstet sich für die europäische Kulturhauptstadt 2009, die Architektur soll dabei eine zentrale Rolle spielen – neues Musiktheater, neue Fußgängerbrücke, Erweiterung Ars Electronic Center, Erweiterung und Bestandsadaptierung des Parkbads,… aber schon im Vorfeld werden viele Erwartungen enttäuscht … Über mißglückte Wettbewerbsausschreibungen und verhunzte Bauprojekte in der oberösterreichischen Landeshauptstadt diskutieren:

Clemens Kirsch
Christian Ambos (SUE Architekten)

Tricky Creativity – der Architekt zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Radiosendereihe Die schönen ArchitektInnen vom 05. Dezember 2006 (Radio Orange 94.0)

Das Berufsverständnis und das Selbstbild des zeitgenössischen Architekten sind im Wesentlichen von der inhaltlichen Arbeit erfüllt. Der klassische Architekt konzentriert sich auf die formalen Ansprüche seiner Arbeit wesentlich intensiver als beispielsweise pragmatische Dienstleister in der IT- oder Werbebranche und vernachlässigt dadurch organisatorische und strukturelle Notwendigkeiten, wie aus einer aktuellen forba-Studie hervorgeht.

Ein Studiogespräch mit:
Hubert Eichmann (Forba Studienautor)
Tibor Kiss (quanth consult)

Das Netzwerk Stadt

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Radiosendereihe Die schönen ArchitektInnen vom 05. September 2006 (Radio Orange 94.0)

Das Konstrukt „Stadt“ in seiner Gesamtheit in eine allgemein gültige Definition zu gießen ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ob man sich dem Begriff der „Stadt“ auf einer typologischen oder einer historischen Ebene nähert, auf eine kulturelle oder soziologische Weise untersucht – das Wesen der Stadt als ein räumlich wie sozial komplexes System lebt davon, sich ständig zu verändern und neu zu generieren. Anlässlich zur diesjährigen Architekturbiennale diskutieren über urbane Netzwerkphänomene und weiche Instrumente der Stadtplanung:

Marie-Theres Okresek (Bauchplan Landschaftsarchitektur und -urbanismus)
Michael Obrist (feld72)
Hans Hinterholzer (Gebietsbetreuung Wien XII)

VerkehrsRäume – Raum für Architektur?

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Radiosendereihe Die schönen ArchitektInnen vom 04. April 2006 (Radio Orange 94.0)

Täglich werden in Österreich ca 25 ha Kulturlandschaft erschlossen, verbaut, verwertet. Das entspricht einer Fläche von 35 Fussballfeldern die sich aufgliedern in gewerblich genutzte Flächen, Wohnflächen sowie Verkehrs- und Infrastrukturgebiete. Während Gewerbe- und Wohngebiete typologisch betrachtet um Dörfer und Städte konzentriert und somit lokal zuordenbar sind, heben Verkehrsräume in ihrer Eigenart als gebaute Achsen und Korridore lokale Bezüge auf und strukturieren die gesamte Landschaft – die Autobahn ist gleichzeitig in Nickelsdorf und Hörbranz!

Ein Feature mit Interviews von:
Alois Schedl (Vorstand ASFINAG)
Alexander Walcher (Leiter der Planungsabteilung ASFINAG)
Adolf Krischanitz (Krischanitz & Frank Architektur)
Marco Ostertag (Ostertag-Architekten)