Recyclingquote 50% – Wie hoch ist der Anteil recycelter Baustoffe in Ihrem Wohngebäude?

Donnerstag, den 11. September 2014

salbachstrasse.jpgDas enkeltaugliche Wohnprojekt in der Harder Salbachstrasse geht in die nächste Runde: Nach Erteilung der Baubewilligung werden nun in der Ausführungsplanung die Bauteilaufbauten ökologisch optimiert. Dabei werden Baustoffe ausgeschieden, die entweder einen zu hohen Primärenergieeinsatz oder atmosphärisches Versauerungspotential aufweisen bzw große CO2 Emissionen während des Herstellungsprozesses produzieren. Dieser Planungsschritt setzt sich zum Ziel den Ökoindex zu minimieren und somit die ökologische Verträglichkeit des Bauwerks zu erhöhen. Aus diesem Ansatz resultiert auch die Vermeidung bituminöser Abdichtungen im gesamten Gebäude. Die erdberührte Bodenplatte wird im System „Braune Wanne“ abgedichtet, das Gründach mitttels PVC-freien Kunststoffabdichtungen.

Weiters wird in der Ausführungsplanung Wert gelegt, dass Baustoffe zum Einsatz kommen, die aus der Altstoffverwertung kommen: Also Dämmstoffe aus Altpapier, Glasschaumgranulat aus der Glasverwertung, Recyclingbeton oder auch Ziegelsplitt für die Fußbodenaufbauten. Dadurch ergibt sich bei der Wohnhausanlage eine Recyclingquote aller verbauten Baustoffe von knapp über 50% des neu errichteten Zubaus!

Natürlich ist ein Argument gegen Neues Bauen auch die Problematik der zunehmenden Versiegelung: Im vorliegenden Projekt wird die verbaute Grünfläche durch Gründächer im Obergeschoß sowie im Dachgeschoß kompensiert. Die Gegenüberstellung der versiegelten Flächen auf dem Grundstück mit der bestehenden Bebauung im Vergleich zur neuen ergänzten Bebauung verhält sich bilanzneutral.

Nachverdichtung, Ökologie und das eigene Wohnheim

Mittwoch, den 4. Dezember 2013

Mit den richtigen Bauherren geht so manches, was vielen verwehrt bleibt: Leben in Gemeinschaft.

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Eine Harder Familie zeigt vor, wie sinnvolle Nachverdichtung in den zersiedelten Rheintalgemeinden aussehen kann: Das Einfamilienhaus der ursprünglich fünfköpfigen Familie wird bis auf das Erdgeschoß zurückgebaut und mit einer neuen Erschließung und mit drei zusätzlichen Wohneinheiten erweitert. Aus diesem massiven Kern entsteht nun eine kompakte innerfamiliäre Wohnanlage mit zahlreichen Gemeinschaftsräumen und einer Dachterrasse mit Nutzgarten. Sollte eine Erweiterung des Baukörpers erforderlich werden – das benachbarte Grundstück befindet sich ebenfalls in Familienbesitz – können die L-förmigen Baukörper modular verlängert werden.

Um eine weitgehende Flexibilität in der Nutzung zu gewährleisten werden die Einheiten stützenfrei und mit großen Raumhöhen ausgeführt,  alle Einheiten können vertikal und horizontal abgetrennt bzw kombiniert werden.

In der Planung werden derzeit sämtliche Bauteilaufbauten hinsichtlich Einsparungspotentiale durchleuchtet und ein hoher Eigenleistungsanteil berücksichtigt. Dies bedeutet maximale Einfachheit und größtmögliche Reduktion von Baustoffen. Heizkörper anstatt Flächenheizsysteme, Aufputz- anstatt Hohlrauminstallationen. Diese Einsparungen werden auf direktem Wege in hochwertige ökologische Baustoffe investiert.