Presseschau

23. August 2016

Das Caritasprojekt „Dach über den Kopf“ erfreut sich derzeit großer Beliebtheit im deutschsprachigen Raum …

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Mittlerweile berichteten nicht nur die Vorarlberger Nachrichten über unser gemeinsames Projekt mit der Caritas Vorarlberg sondern auch der Bund deutscher Architekten im Rahmen der Aktion „Wohnraum für Alle!“ – Das deutsche Fachmagazin Bauwelt widmet sich in seiner Ausgabe 14.2016 dem Thema Wohnen am Existenzminimum und beim Wiener Journal Architektur Wettbewerbe schaffen wir es sogar auf das Titelblatt!

Die kommende Ausgabe des BWV-Journals mit dem Themenschwerpunkt Bodensee/Rheintal/Allgäu wird über unser saniertes Siedlerhaus auf der Bregenzer Matte berichten …

Neu und Alt ? Neu oder Alt ? Neu mit Alt !

22. April 2016

historische Aufnahme Gegenüberstellung

Letztendlich führt das Bewahren und Ergänzen alter Bausubstanz zwangsweise zur Auseinandersetzung mit dem Begriff der Authentizität. In diesem Sinne wurde nun der Innenausbau des Siedlerhaus auf der Bregenzer Matte vis-á-vis der ersten vorarlberger Reihenhausanlage von Willibald Braun fertiggestellt. Alle Bilder – sowohl die historischen als auch alle zeitgenössichen Bilder stammen von der alteingesessenen Bregenzerwälder Fotografendynastie – Christian Schramm senior und Christian Schramm junior –

Auf der Matte Eingangsbereich

Die verwendeteten Materialien beim Innenausbau orientieren sich an den bereits vorhandenen Oberflächen: Eichenparkett und Linoleum bzw. durchgefärbte Faserbetonplatten im Bereich der Sanitärräume und der Küche. Auch farbige Akzente kehren wieder in die Innenräume zurück …

Auf der Matte Esszimmer

Auf der Matte Küche

Auf der Matte Tisch

Auf der Matte Kasten

Auf der Matte Stiegenhaus

Auf der Matte Zimmer 1

Auf der Matte Zimmer 2

Auf der Matte Bad

 

 

Münchner Auszeichnung bei „Wohnraum für Alle“

16. März 2016

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Die Initiative “Wohnraum für Alle” wurde angesichts der wachsenden Herausforderung im Spätherbst 2015 Quartiere für Flüchtlinge bereitzustellen in München ins Leben gerufen. Dem Aufruf der Experten aus Planungsberufen und der Immobilienbranche für gute und bezahlbare Wohnungen – nicht nur für Flüchtlinge – folgten rasch die unmittelbar beteiligten Referate der Landeshauptstadt München, der Metropolenregion München, die Hans Sauer Stiftung, der deutsche Werkbund, der Bund deutscher Landschaftsarchitekten, Bauträger, Genossenschaften und viele mehr.

Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt kostengünstigen und qualitätsvollen Wohnraum zu entwickeln. Mehr als 70 Konzepte dafür wurden bis Feber 2016 eingereicht und von einem Fachgremium ausgewertet und beurteilt. Die eingereichten Konzepte thematisieren Finanzierungs- und Fördermodelle, soziale Betreuungsprojekte oder konkrete Planungsvorschläge. Unter diesen 70 Beiträgen wurde nun unser Wohn- und Betreuungsprojekt welches gemeinsam mit der Vorarlberger Caritas entwickelt wurde ausgezeichnet. Mehr dazu gibts auf „Wohnraum für Alle!

Smart & Smooth – Neue Schlingen für Linzer Autobahnen

18. Januar 2016

Ein Wettbewerb zur Sanierung der Freilandabschnitte, Brückenobjekte und Beleuchtung der A1 – A7 – A26 im Großraum Linz

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Aspekte der Ökologie und des Fahrkomforts sind ausschlaggebend für unsere Gestaltungsvorschläge zur Sanierung der Autobahnabschnitte im Großraum Linz. Analog zum Nachhaltigkeitsdenken beim Rückbau der Wildbach- und Gewässerverbauung in unserer Kulturlandschaft plädieren wir für eine Renaturierung von Verkehrsräumen. Lärmschutzwälle mit bewehrter Erde und standortspezifischer Anspritzbegrünung werden als landschaftprägendes technisches Bauwerk etabliert. Verlaufende und fließende Übergänge zu anderen trassenbegleitenden funktionalen und technischen Einrichtungen können in Kombination mit einem Lärmschutzkörper aus eingefärbtem Recycling-Monobeton bewerkstelligt werden.

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An landschaftlich exponierten Stellen (Hoch- und Orientierungspunkteunkte) sowie auf Durchlässen und Brücken werden transparente Lärmschutzelemente eingesetzt. Diese sind ebenfalls 4:1 geneigt und folgen der Geometrie des Lärmschutzkörpers bzw des Lärmschutzdammes. Die Unterkonstruktion gründet auf dem bewährten System aus verzinkten HE-A 160 Stehern – diese werden als Pfosten/Riegelkonstruktion konventionell auf die Durchlässe bzw Brückenrandbalken verbaut, Acrylglas mit Vogelschutzstreifen werden dreiseitig in die Unterkonstruktion eingespannt.

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Opake Lärmschutzwände mit sandfarbenen Schaumabsorbern bilden die optische Verlängerung der Monokorn-Betonwälle. Die Rückseite der Alukassetten sind mit einer spektralbeschichteten Verblechung versehen. Diese Beschichtung reflektiert das Sonnenlicht je nach Einfallswinkel in unterschiedlichen Wellenlängen und bewirkt Farbverläufe über das gesamte Farbspektrum. Die Wahrnehmung von Landschaftselementen pendelt zwischen Nah- und Fernwirkung – mit dieser Maßnahme wird die Fernwirkung der zahlreichen Lärmschutzwände als zusammenhängende bauliche Struktur im städtischen und landschaftlichen Gefüge definiert.

C -Users-verwalter-Desktop-WB Linz Rohzeichnungen Plan 1

Keine Bäume sondern Wiesen prägen die Inselflächen zwischen den einzelnen Richtungsfahrbahnen, die in einer noch festzulegenden Fruchtfolge je nach Bodenbeschaffenheit als Blattfruchtwiesen (Raps) bzw Halmfruchtwiesen (Weisser & brauner Senf, Sonnenblumen) etabliert werden und den heimischen Insekten als Nahrungsgrundlage dienen.

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Entsprechend der verlaufenden und geschwungenen Formgebung im gesamten Gestaltungskonzept wurde eine skalierbare Mastleuchte entwickelt, deren Geometrie und Lichttechnik den verschiedenen Fahrbahnverhältnissen angepasst werden kann. Je nach Erfordernis kann die Masthöhe und die Anzahl der LED-Module an die gewünschten Rahmenbedingungen angepasst werden. Dieses Beleuchtungssystem garantiert somit verlaufende Belichtungsübergänge von 2- auf 3-streifige Fahrbahnen, Fahrbahnverengungen, Brücken oder die Anfahrt auf Tunnelportale.

Flüchtlingsquartiere fürs vorarlberger Rheintal

24. September 2015

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Ein Baukörper, der in unterschiedliche städtebauliche Kontexte passen muss, erfordert sorgfältige Überlegungen hinsichtlich räumlicher Organisation, Proportionen und Materialität. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen wurde ein zweigeschoßiger gegliederter Pavillon mit einem auskragenden Vordach entwickelt, der mit seiner Holzfassade einer kleinteiligen Siedlungsstruktur entspricht. Das umlaufende Vordach erweitert und umschließt den Baukörper und definiert eine Kubatur ähnlich eines mehrgeschoßigen Wohnbaus. Die gesamte Anlage ist räumlich zwei-achsig symmetrisch organisiert und ermöglicht dadurch unterschiedliche Erschließungen auf die der Regeltypus standortspezifisch reagieren können muß. Die Grundrißorganisation und die Aufenthaltsräume sind grundsätzlich in alle vier Himmelsrichtungen orientiert.

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Eine Holzbauweise hat sich im Kostenvergleich mit einer Stahlcontainerbauweise als nur geringfügig teurer erwiesen, die Mehrkosten können in der Betriebsphase wieder kompensiert werden. Der Innenbereich wird als Rohbau errichtet, vergütete Oberflächen werden lediglich aus Brandschutz- oder Hygieneanforderungen ausgeführt. Kompakte Wohneinheiten, die sowohl als Einzelzimmer als auch als Paarwohnungen genutzt werden können bilden den Großteil der Wohnräume, ergänzt werden diese durch Familieneinheiten, in denen bis zu 5 Personen Platz finden. Die Küchen werden jeweils zu 9 Personen gemeinsam genutzt. Die persönlichen Schlaf-und Rückzugsräume gruppieren sich um eine großzügige und natürlich belichtete Erschließungszone, in der auch das Essen stattfindet. Die Gemeinschaftszone erweitert sich über Terrassen im OG hinaus in den Vordachbereich, wo nach Bedarf diverse Spieleinrichtungen platziert werden können.

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Um eine größtmögliche Nutzungsflexibilität zu gewährleisten wird das EG stützenfrei errichtet. Diese konstruktive Maßnahme ermöglicht ebenerdige Gruppenräume bis zu 43m². Somit können nach Verwendung des Gebäudes als Wohnheim auch diverse öffentliche Einrichtungen das Gebäude als Kindergarten, Vereinslokale oder als Ämter der lokalen Behörden genutzt werden.

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… und hier sehen sie den Regenbogen auf dem Gemeinschaftsbalkon und den Essbereichen!

Josef Rümmele aus Vorkloster

24. April 2015

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Josef Rümmeles ehemaliges Haus im Bregenzer Vorkloster sieht zwar nicht so aus, aber hinter der Fassade aus dem Jahr 1926 verbirgt sich nun ein thermisch und bautechnisch optimiertes Gebäude mit einem Heizwärmebedarf von 55kWH/m² – einem barrierefreien EG mit 35m² Holzterrasse – einem Heizsystem mit Wand- und Bodenheizung – einer großzügigem Wohnküche mit Fischgrätparkett – Sprossenfenstern (so wie früher) – WLAN – Heimkinoanlage mit Deckenbeamer und 6.000l Regenwasserzisterne für die Gartenbewässerung… Fotos von Christian Schramm

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„Die Terrasse – war die schon immer da?“ Nein, war sie nicht. Übrigens die Geometrie des Geländers findet das aufmerksame Auge an den Balkonen benachbarter Häuser und auch an den alten Bregenzer Kanaldeckel. Weiterbauen und Respektieren historischer Bautypologien – so wie ich es verstehe – darf sich dann auch manchmal über gegenwärtige Bauvorschriften hinwegsetzen …

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Hier noch das Vorklöstner Ensemble mit Willi Brauns erster Reihenhaussiedlung in Vorarlberg und dem VELAG Turm im Hintergrund, der für die Reisenden aus dem Bregenzerwald das Ende einer knapp dreistündigen Eisenbahnfahrt und die Ankunft in der Landeshauptstadt ankündigte.

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Wohnen in alten Gebäuden fühlt sich ungefähr so an wie früher der Besuch bei Großmutter – unerlaubtes Stöbern in Kisten und Kästen auf dem Dachboden, das Surren der Fliegen an heissen Sommertagen, das Baumhaus, welches Großvater aus den Resten des übriggebliebenen Bauholzes aufgerichtet hat, der Geruch des alten Holzes im Hennahüsle und die zu verbotenen Ausflügen verleitende unbebaute Blumenwiese des Nachbarn …

Presseschau – Vorarlberger Nachrichten und Nextroom

16. April 2015

Das sanierte Gebäude in der Tisner Professorensiedlung wurde in der Wohnen und Leben Ausgabe der Vorarlberger Nachrichten vorgestellt und die zufriedenen Bewohner ausführlich interviewt. Über die Hintergründe des jüngsten Bauprojekts des Büro für Architektur und Umweltgestaltung lesen hier – VN Beilage Leben und Wohnen

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Weiters wurden unsere Projekte in die Datenbank für zeitgenössische Architektur nextroom.at aufgenommen. Die Landschaftsmaschine und das Caritas Center Feldkirch freuen sich der ehrenvollen Auszeichnung!

Temporäre Flüchtlingsquartiere Vorarlberg

23. Januar 2015

caritas-fluchtlingsquartier-vorarlberg.jpgDie zunehmende Anzahl von Flüchtlingen aus Krisengebieten überstieg in den vergangenen Wochen die Aufnahmekapazitäten der Einrichtungen der Vorarlberger Landesregierung und der Caritas. Aus diesem Grund beauftragten die zuständigen Stellen die ARGE Gahleitner | Pecnik | Strehle Architekten mit der Planung kompakter und temporärer Wohneinheiten um das sprichwörtliche „Dach über dem Kopf“ für die Schutzsuchenden bereitzustellen. Das Wohnen und der Aufenthalt von Menschen aus Krisengebieten fordern nicht nur planerische Sensibilität und Respekt für existentielle Lebenssituationen sondern auch Rücksichtnahme für den Lebensraum bestehender Quartiere.

„Ich liebe das Originale!“

5. Januar 2015

meint die Bauherrin … und Sie? – Überzeugen Sie sich selbst – die Fotos kommen von Christian Schramm

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Und für unsere Mitarbeit am Projekt wurde uns nach Fertigstellung folgende Urkunde überreicht:

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Recyclingquote 50% – Wie hoch ist der Anteil recycelter Baustoffe in Ihrem Wohngebäude?

11. September 2014

salbachstrasse.jpgDas enkeltaugliche Wohnprojekt in der Harder Salbachstrasse geht in die nächste Runde: Nach Erteilung der Baubewilligung werden nun in der Ausführungsplanung die Bauteilaufbauten ökologisch optimiert. Dabei werden Baustoffe ausgeschieden, die entweder einen zu hohen Primärenergieeinsatz oder atmosphärisches Versauerungspotential aufweisen bzw große CO2 Emissionen während des Herstellungsprozesses produzieren. Dieser Planungsschritt setzt sich zum Ziel den Ökoindex zu minimieren und somit die ökologische Verträglichkeit des Bauwerks zu erhöhen. Aus diesem Ansatz resultiert auch die Vermeidung bituminöser Abdichtungen im gesamten Gebäude. Die erdberührte Bodenplatte wird im System „Braune Wanne“ abgedichtet, das Gründach mitttels PVC-freien Kunststoffabdichtungen.

Weiters wird in der Ausführungsplanung Wert gelegt, dass Baustoffe zum Einsatz kommen, die aus der Altstoffverwertung kommen: Also Dämmstoffe aus Altpapier, Glasschaumgranulat aus der Glasverwertung, Recyclingbeton oder auch Ziegelsplitt für die Fußbodenaufbauten. Dadurch ergibt sich bei der Wohnhausanlage eine Recyclingquote aller verbauten Baustoffe von knapp über 50% des neu errichteten Zubaus!

Natürlich ist ein Argument gegen Neues Bauen auch die Problematik der zunehmenden Versiegelung: Im vorliegenden Projekt wird die verbaute Grünfläche durch Gründächer im Obergeschoß sowie im Dachgeschoß kompensiert. Die Gegenüberstellung der versiegelten Flächen auf dem Grundstück mit der bestehenden Bebauung im Vergleich zur neuen ergänzten Bebauung verhält sich bilanzneutral.